Neocons und Clinton-Demokraten : gemeinsam gegen Rußland

Von Hans-Werner Klausen

1. Die „Alliance for Securing Democracy“ und ihr Führungspersonal

William Kristol
William Kristol
Foto: https://twitter.com/BillKristol

William Kristol – seit Mitte der 1990er Jahre führender Ideologe und Organisator der US-amerikanischen Neokonservativen („Neocons“) – bleibt ein vielbeschäftigter Mann. Die Foreign Policy Initiative (FPI), mit der Kristol und seine Gesinnungsgenossen seit 2009 für eine aggressive US-Geostrategie geworben hatten, hat am 11. August 2017 ihre Tätigkeit eingestellt, doch William Kristol fand im Sommer 2017 neue Betätigungsfelder. Wie die „New York Times“ am 5. August 2017 berichtete, führt Kristol innerhalb der Republikanischen Partei informelle Gespräche mit Blick auf die nächste Präsidentschaftswahl. Kristol will ein Komitee bilden, um die erneute Nominierung des gegenwärtigen US-Präsidenten Donald Trump als Kandidat der Republikaner bei der Präsidentschaftswahl 2020 zu verhindern. Seit Mitte Juli 2017 gehört der einstige Gründer des Project for the New American Century (PNAC) gemeinsam mit „liberalen Falken“ aus dem politischen Umfeld von Hillary Rodham Clinton dem Advisory Council eines neugegründeten Anti-Rußland-Komitees unter dem Namen „Alliance for Securing Democracy“ an.
Alliance for Securing Democracy

Im Herbst 1995 hatte William Kristol (geboren 1952) das politische Magazin „Weekly Standard“ gegründet, das er bis zum Dezember 2016 als Chefredakteur leitete. Im Dezember 2016 gab Kristol die Chefredaktion ab, dem Magazin bleibt er jedoch als Kolumnist und Editor at large verbunden. Kristol machte die Zeitschrift zum Leitmedium der US-amerikanischen Neokonservativen („Neocons“) und betätigte sich darüber hinaus in politischen Organisationen und in Think Tanks. Hier werben Kristol und seine Gesinnungsgenossen für eine aggressive Geostrategie der USA, für die globale Vorherrschaft der USA, sowie die weltweite Durchsetzung von Demokratien westlichen Typs und freien Märkten. Gemeinsam mit Robert Kagan leitete Kristol von 1997 bis 2006 das Project for the New American Century (PNAC). In Offenen Briefen an Präsident Clinton forderte das PNAC 1998 den Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein und des jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Viele Anhänger des PNAC – unter ihnen Donald Rumsfeld (2001 bis 2006 Verteidigungsminister) und Richard („Dick“) Cheney (2001 bis 2009 Vizepräsident) – kamen unter Präsident George W. Bush auf Positionen innerhalb der US-Regierung. Der größte „Erfolg“ der PNAC-Anhänger war der Irak-Krieg. Weiterlesen

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Hillarys Krieg

Vorabdruck. Bei der Beseitigung des libyschen Staatschefs Muammar Al-Ghaddafi und bei der Zerstörung des Landes tat sich die damalige US-Außenministerin ­Clinton besonders hervor
Von Diana Johnstone

In diesen Tagen erscheint im Frankfurter West­end Verlag die deutsche Übersetzung des Buchs »Queen of Chaos« der US-amerikanischen Publizistin Diana Johnstone. Weiterlesen

Neocons und „liberale Falken“ im Jahr der US-Präsidentschaftswahl

Von Hans-Werner Klausen

„Is a New Republican Foreign Policy Emerging ?“ Diese besorgte Frage präsentierte das neokonservative Meinungsmagazin „Commentary“ auf der Titelseite der diesjährigen Februarausgabe seinen Lesern. Der Artikel entstammt der Feder von Max Boot.

Der Militärhistoriker und politische Kommentator Max Boot – hauptamtlich Mitarbeiter des einflussreichen Council on Foreign Relations (CFR) – gehört seit der Präsidentschaft von George W. Bush zu den bekanntesten neokonservativen Ideologen. In brutaler Ehrlichkeit, durch die sich neokonservative Ideologen vorteilhaft von linksliberalen Menschenrechtsimperialisten unterscheiden, sprach sich Max Boot während der Bush-Präsidentschaft für ein „American Empire“ aus. Weiterlesen

Tagesschau gesteht: „Rebellen“ und Al Kaida in Aleppo eng verwoben

Nach Tagen und Wochen des gezielten Verschweigens hat die internationale Syrien-Vereinbarung in München dazu geführt, dass die staatliche deutsche Märchenschau diese verlogene Propagandalinie bei ihrer anti-russischen Hetze aufgeben und die Verwobenheit der von der Türkei und Saudi Arabien unterstützten “Opposition” mit Al Kaida in Syrien nun offen und deutlich zugeben musste. Weiterlesen

Der schwarze Kanal. Marschbefehle von links

Von Arnold Schölzel

Das sich selbst als alternativ bezeichnende Mittelstandsmilieu westlicher Länder, inklusive einiger links firmierender Bellizisten, liefert seit dem »humanitären« NATO-Luftkrieg gegen Jugoslawien 1999 stets eine politisch und publizistisch willkommene Ergänzung zu den Marschbefehlen in die neueren Kolonialkriege. Die Funktion dieser aufs Bombardieren versessenen Moraldschihadisten stellte nach dem Kosovo-Krieg FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher am Beispiel des damaligen Außenministers Josef Fischer (Die Grünen) klar: »Ohne ihn und seine Geschichte« hätte der Krieg gegen Jugoslawien, »den Fischer als Außenminister mitbefehligte«, so Schirrmacher, »vermutlich zu einem bürgerkriegsähnlichen Notstand im Innern geführt …« Es sei doch gerade »das Spezifische dieser Biographie, die dazu verhalf, den inneren Frieden zu bewahren, als im Kosovo militärisch eingegriffen wurde«. Weiterlesen

Robert Parry: Warum Russland die NED-Front dicht gemacht hat

Die Propagandaschau

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Robert Parry

Robert Parry (* 24. Juni 1949) ist ein US-ameri­kanischer Investigativjournalist, der in den Verei­nigten Staaten vor allem durch seine Arbeiten zur Iran-Contra-Affäre, damals für Associated Press und Newsweek bekannt wurde. Während des Contra-Kriegs in Nicaragua deckte er den Skandal um das CIA-Handbuch Psychological Operations in Guerrilla Warfare auf und war an der Aufdeckung des vom CIA geduldeten Drogen­schmug­gels beteiligt. 1984 erhielt er den George Polk Award in der Sparte „Nationale Berichterstattung“. (wikipedia)

Warum Russland die NED-Front dicht gemacht hat
von Robert Parry(in einer gekürzten Übersetzung von FritztheCat)

Exklusiv: Das Flaggschiff der Neokons, die Washington Post, hat auf Präsident Putin eine Propagandabreitseite abgefeuert. Er hat es gewagt, die Tätigkeiten der NED (National Endowment for Democracy) in Russland zu beenden. Aber dass die NED eine von der Regierung gepäppelte Stiftung, ein verlängerter Arm der CIA ist und für Moskau Umsturzpläne hat – dazu erfährt man…

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Türkisch-amerikanische Nato-Offensive strebt Regimewechsel in Syrien an

Von Jean Shaoul
30. Juli 2015

Am Dienstag gab die Nato dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan einstimmig grünes Licht für eine türkische Beteiligung an den Luftschlägen gegen den Islamischen Staat (IS). Die Washingtoner Regierung benutzt diese Militäroffensive als Deckmantel für ihren Krieg gegen das syrische Regime von Präsident Baschar al-Assad. Weiterlesen

Wie man einen Konflikt verkauft – Beispiel Kosovo-Krieg: Anteil der Medien an der Vorbereitung, Begleitung und Auswertung der NATO-Angriffe

Von Rainer Rupp

Die angeblichen Massengräber und Greueltaten im Kosovo sind in derselben NATO-Giftküche erfunden worden wie einige Jahre später die sagenumwobenen »Massenvernichtungswaffen« des irakischen Hitlers Saddam Hussein oder die »Massenexekutionen« von Zivilisten in Bengasi durch den libyschen Hitler Muammar Al-Ghaddafi oder die Giftgaseinsätze gegen die eigene Bevölkerung durch den syrischen Hitler Baschar Al-Assad. Und unlängst hat bereits die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton den russischen Präsidenten Wladimir Putin mehrfach als »neuen Hitler« bezeichnet. Auch der britische Premier David Cameron hat ihn schon mit Hitler verglichen. Weiterlesen

Zeit-Herausgeber Josef Joffe hetzt gegen Russland

Von Johannes Stern
2. April 2014

Wer donnerstags die neue Ausgabe der Zeit kauft, findet darin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen kriegstreiberischen Kommentar ihres Mitherausgebers Josef Joffe. Joffe verkörpert wie kaum ein anderer die Korruption der deutschen Medien. Zusammen mit Stefan Kornelius von der Süddeutschen Zeitung zählt er zu den deutschen Journalisten,die während der Ukraine-Krise am aggressivsten gegen Russland hetzen und ein härteres Vorgehen gegen das Putin-Regime fordern. Weiterlesen