Neokonservatives Urgestein für Donald Trump – Norman Podhoretz sieht den republikanischen Präsidentschaftsbewerber als das „kleinere Übel“

von Hans-Werner Klausen

Norman Podhoretz – einer der letzten Überlebenden aus der Gründergeneration der US-amerikanischen Neokonservativen – sieht (mit großen Vorbehalten) den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump als das „kleinere Übel“ im Vergleich zu dessen demokratischer Rivalin Hillary Clinton. Dies erklärte der frühere langjährige Chefredakteur der Zeitschrift „Commentary“ in einem Interview mit der „Times of Israel“ (veröffentlicht am 7. September 2016). Podhoretz führte als Argumente in erster Linie Clintons Charakter und Trumps Gegnerschaft gegen das Atomabkommen mit Iran an. Weiterlesen

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Neocons und „liberale Falken“ im Jahr der US-Präsidentschaftswahl

Von Hans-Werner Klausen

„Is a New Republican Foreign Policy Emerging ?“ Diese besorgte Frage präsentierte das neokonservative Meinungsmagazin „Commentary“ auf der Titelseite der diesjährigen Februarausgabe seinen Lesern. Der Artikel entstammt der Feder von Max Boot.

Der Militärhistoriker und politische Kommentator Max Boot – hauptamtlich Mitarbeiter des einflussreichen Council on Foreign Relations (CFR) – gehört seit der Präsidentschaft von George W. Bush zu den bekanntesten neokonservativen Ideologen. In brutaler Ehrlichkeit, durch die sich neokonservative Ideologen vorteilhaft von linksliberalen Menschenrechtsimperialisten unterscheiden, sprach sich Max Boot während der Bush-Präsidentschaft für ein „American Empire“ aus. Weiterlesen

„Nur liberale Indianer sind gute Indianer“ – lustige Anekdote aus dem Mutterland der „political correctness“

von Hans-Werner Klausen

Redskins
Welch Sumpf der Unkorrektheit : die Redskins haben auch Chearleader / Foto: US-Navy
Bei der Unart der Politischen Korrektheit sind die USA Deutschland zumeist einen Schritt voraus. Einen besonders bizarren Fall nimmt aktuell der Autor Andrew Ferguson in der neokonservativen Zeitschrift „Commentary“ aufs Korn. Ferguson berichtet über eine Kampagne „liberaler“ („liberal“ im US-amerikanischen Sprachgebrauch bedeutet „linksliberal“; klassische Liberale nennen sich in den USA „Libertarians“) Medien gegen den Namen des Washingtoner Profi-Footballclubs „Redskins“ („Rothäute“) – weil sich die Indianer dadurch diskriminiert fühlen würden. Weiterlesen

Agitation und Propaganda – Neocons und ihre Medien

Von Hans Werner Klausen

Im März 2005 haben die US-amerikanischen Neokonservativen zwei bedeutsame und traditionsreiche publizistische Bastionen verloren. Zuerst kündigte die hauptsächlich innenpolitischen Fragen gewidmete Vierteljahrschrift „The Public Interest“ das Ende ihres Erscheinens an, dann wurden Mitte März die Neocons von den pragmatischen „Realisten“ aus der außenpolitischen Zeitschrift „The National Interest“ verdrängt. Weiterlesen

Neokonservatives Urgestein – Zum 80. Geburtstag von Norman Podhoretz

Von Hans-Werner Klausen

„Irving wird…weitgehend als der Gott-Vater der Neokonservatismus-Bewegung angesehen. Gottvater wie in der Mafia, nicht im religiösen Sinne. Mir scheint ich bin dadurch der Consigiere, der Ratgeber.“  Mit diesen Worten hatte Norman Podhoretz, der langjährige Chefredakteur der Zeitschrift „Commentary“, der am 16. Januar 2010 achtzig Jahre alt wurde, im Jahre 1981 sich selbst und den am 18. September 2009 verstorbenen Irving Kristol auf einer Tagung der Konrad-Adenauer-Stiftung charakterisiert. Weiterlesen