Taube und Falke – Obama zur Lage der Nation

von Rainer Rupp

Die jährliche Rede von US-Präsidenten zur Lage der Nation hielt der jetzige Amtsinhaber in der Nacht zum Mittwoch. Die gestaltete sich für die meisten Anwesenden zur Leibesübung: Die Ausführungen Barack Obamas wurden permanent durch stehende Ovationen unterbrochen. An ihnen beteiligten sich selbst die oppositionellen Republikaner immer dann, wenn der von den Demokraten gestellte Oberkommandierende über amerikanische Helden in Uniform sprach. Sie opfern sich, war zu hören, rund um die Welt auf, um die Heimat zu schützen, Demokratie und Marktwirtschaft zu verteidigen oder sonstiges »Gutes« zu tun. Ganze fünf Minuten der rund einstündigen Rede widmete Obama der herzzerreißenden Geschichte eines in Afghanistan schwer verwundeten US-Kriegers, der dank eisernen Willens wieder einigermaßen gehen kann. Der Invalide durfte als Ehrengast neben der First Lady sitzen und deren Ehemann feierte ihn als Symbol der Stärke und des Durchhaltewillens der USA. Für so etwas gab es Beifall, der nicht enden wollte.

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